Populäres Vorurteil: Ein hoher Cholesterinspiegel (über 200 mg/dl) schadet der Gesundheit.

Beobachtungen haben gezeigt, daß Menschen mit einem Serumcholesterinspiegel von weniger als 160 mg/dl Gesamtcholesterin
selten an koronaren Herzerkrankungen leiden. Jenseits eines Schwellenwerts von 220 mg/dl steigen diese Krankheitsfälle
jedoch linear an.
Aber ebensowenig wie die rückläufige Storchpopulation einen Einfluß auf die Geburtenrate hat, besteht in
diesem Fall einer Korrelation ein ursächlicher Zusammenhang.
Die Häufigkeit koronarer Herzerkrankungen und der Anstieg des Serumcholesterins haben einen weiteren Korrelationspartner:
das Lebensalter! Mit zunehmenden Alter steigt bei gesunden Menschen auch der Cholesterinspiegel und eben auch die
Wahrscheinlichkeit zu erkranken. Um es ganz deutlich zu formulieren: Die eingangs erwähnte Beobachtung läßt
einzig den Schluß zu, daß Kinder selten einen Herzinfarkt erleiden!
Selbst Männer und Frauen der Altersgruppe 25 bis 29 haben im statistischen Mittel einen Cholesterinspiegel von
über 200 mg/dl Gesamtcholesterin; bei den 50 bis 59-jährigen Männern liegt er bereits über 240 mg/dl
(Frauen: 260)! Alt werden ist ein ernstes Gesundheitsrisiko!
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