Populäres Vorurteil: Vitamine sind gesund.

Zweifellos sind Vitamine ein essentieller Bestandteil unserer Nahrung. Definitionsgemäß benötigt der
menschliche Körper Vitamine in außerordentlich kleinen Mengen. In den Überflussgesellschaften
weiter Teile Europas sind Hypovitaminosen (Vitaminmangelkrankheiten) eine seltene Erscheinung. Bei
einigermaßen ausgeglichener Ernährung werden alle Vitamine in ausreichendem Maße zugeführt.
Lediglich bei streng vegetarisch lebenden Mensch (Verzicht auf Milcherzeugnisse, Eier, Honig u. a. tierischer
Lebensmittel) kann ein Mangel an Cobalamin (Vitamin B12) relevant werden.
Der Bedarf an verschieden Vitaminen ist individuell, er hängt ab von Alter, Geschlecht, Aktivität,
Körpergewicht und vielem mehr. Zudem haben sich über den Stand gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse
hinaus ganze Philosophien über den Bedarf entwickelt.
Beispiel: Ascorbinsäure (Vitamin C). Die korrespondierende Hypovitaminose heißt
Scorbut. Um Scorbut zu verhindern, reichen täglich ca. 10 mg aus. Unter Berücksichtigung sämtlicher
Schwankungen, ungünstiger Kombinationen mit anderen Lebensmittelinhalts- und -zusatzstoffen, incl. Sicherheitszuschlag
werden 30 mg empfohlen [5].
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