Populäres Vorurteil: Fruchtsäfte sind besonders gesunde Durstlöscher.

Während einige Lebensmittel als besonders schädlich gelten (z. B. alkoholische Getränke, Eier), stehen
andere im Ruf, besonders gesund zu sein (z. B. Milch, Obst und Gemüse, Fruchtsäfte). Auch wenn (pseudo-)
wissenschaftliche Untersuchungen uns glauben lassen wollen, sie könnten die Schädlichkeit der einen
oder die Nützlichkeit der anderen Lebensmitteln unter Beweis stellen, gilt für alle genannten Lebensmittel
(-gruppen), dass sie der Gesundheit ebenso förderlich wie auch abträglich sein können. Es ist
abhängig von der Dosis und der individuellen Verträglichkeit.
An dieser Stelle sei nur am Rande vermerkt, dass uns auch manche physiologisch sehr bedenkliche Lebensmittelabfälle
(z. B. Molke, Getreideschalen) aus handfesten ökonomischen Interessen oder aufgrund von Heilslehren als besonders
wertvoll verkauft werden.
Fruchtsäfte sind reich an Fruchtsäuren (z. B. Citronen-, Wein- und Äpfelsäure)
und deren Salze. Sowohl diese Säuren, wie auch deren Salze sind probate Komplexierungsmittel, d. h. sie sind
in der Lage, Metallionen in einen Komplex zu binden und sie so in wässrige Lösung zu bringen. Physiologisch kann
das zwei vollkommen diametrale Konsequenzen haben:
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