Populäres Vorurteil: Ernährungsphysiologisch ist Margarine der Butter überlegen.

Margarine wurde 1867 erfunden. Sie war und ist nichts anderes als nachgemachte Butter.
Ursprünglich sollte sie einem Mangel an Verfügbarkeit frischer Butter entgegentreten und
einen mehr oder weniger adäquaten Ersatz bieten. Form, Farbe, Textur und Geschmack
dieses Imitats wurden stets an Eigenschaften der Butter orientiert, ohne sie jemals zu erreichen.
Nun wird aber diesem sensorisch minderwertigen Erzeugnis (vor allem von den Herstellern) nachgesagt,
es sei ernährungsphysiologisch vorteilhaft. Insbesondere aufgrund seiner
Cholesterinarmut und seiner Fettsäurezusammensetzung beuge es Arteriosklerose und damit dem Herzinfarkt vor.
Das Thema Nahrungscholesterin wird an anderer Stelle behandelt.
Welche Fettsäuren bezüglich koronarer Herzerkrankungen risikosenkend bzw. hebend wirken, unterliegt gewissen
ernährungsmedizinischen Moden. Mal sind es gesättigte, aber kurzkettige, mal sind es mehrfach ungesättigte,
dann nur die omega-6-ungesättigten, dann auch die omega-3-ungesättigten, ... derzeit ist die einfach ungesättigte Ölsäure der Renner.
Ölsäure findet sich vor allem in Olivenöl wieder, aber auch Geflügelfette haben beträchtliche
Gehalte an Ölsäure. Und selbst Rindertalg, Schweineschmalz und Butterfett sind nicht gerade arm daran!
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