Populäres Vorurteil: Das Schächten ist eine besonders grausame Tötungsmethode.

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Beim Schächten kommt es darauf an, dem Schlachttier ohne Druck mit einem scharfen Messer in
einem Schnitt Luftröhre, Speiseröhre und beide Halsschlagadern zu durchtrennen.
Dieses Verfahren ist für gläubige Muslime ebenso zwingend wie für gläubige Juden.
Ein langes, scharfes Messer ist schon aus praktischen Gründen obligatorisch, da nur ein Schnitt erlaubt ist
und nicht mit weiteren Schnitten nachgebessert werden darf. Nach dem Schnitt muss ein schnelles und möglichst
vollständiges Ausbluten erfolgen. Ähnlich der Betäubung mittels Bolzenschuss wird das Tier zuvor fixiert.
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Wird der Schächtschnitt erfolgreich gesetzt, so verliert ein Rind nach etwa zehn bis 15 Sekunden das Bewusstsein,
ein Kalb nach etwa zehn Sekunden und ein Schaf nach etwa zwei bis zehn Sekunden. Bei Rindern kann es in Einzelfällen
jedoch wesentlich länger dauern, nicht aber länger als 90 Sekunden.
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Wenn grundsätzlich vor dem Töten eine Betäubung verlangt wird, aber dieser Grundsatz Ausnahmen kennt,
von denen das Schächten eine eher geringfügige ist, kommt dem Schächten in der Diskussion ein Stellenwert zu,
der hinsichtlich der Qualität und der Quantität des Leidens nicht angemessen ist. Schließlich leiden alle
Schlachttiere am Tage ihrer Tötung. Dieses Leiden beginnt mit dem Verlassen des vertrauten Stalls,
wird mit dem Transport, dem Ausladen und Treiben fortgesetzt. Auch die Betäubung selbst stellt häufig ein Leiden dar.
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