Populäres Vorurteil: Das Schächten ist eine besonders grausame Tötungsmethode.

[Fortsetzung von]
Zum Vergleich: auch die religiös motivierte Beschneidung von heranwachsenden Knaben ist für die Betroffenen mit Leiden verbunden.
Zwar findet der Eingriff selber heute im Allgemeinen unter örtlicher Betäubung statt, doch während der ein- bis zweiwöchigen
Heilung treten immer wieder Schmerzen auf. Insgesamt fordert dieser Eingriff einen längeren Schmerztribut als der Schächtschnitt beim Schlachttier.
Auch von Menschen, die das Töten eines Schlachttieres durchaus akzeptieren, wird das Schächten wegen seiner vermeintlichen Grausamkeit aufs
schärfste bekämpft. Über das Thema der Beschneidung schweigen sie sich aus. Hoffentlich nicht, weil ihnen die Tiere mehr am Herzen liegen
als die Kinder.
Auf jeden Fall verlangt der Umgang mit Tieren ein hohes Maß an Sensibilität. Dies gilt auch für das Töten.
Wer in seiner heimischen Badewanne ein Schaf mittels Brotmesser meuchelt, lässt eine solche Sensibilität vermissen.
Dieses Verhalten widerspricht auch religiösen Regeln. Grober Umgang und Brutalität gegenüber Tieren sind jedoch kein Phänomen
fehlinterpretierter Religionsausübung - sie greifen bisweilen auch in deutschen Schlachthöfen um sich.
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