Populäres Vorurteil: Der biologische Landbau ist besonders umweltfreundlich.

Gerne wird argumentiert, der biologische (ökologische) Landbau biete vielen Arten eine Überlebenschance,
die beim konventionellen Landbau nicht gegeben seien. Es werden Studien herangezogen, die beweisen, dass auf einem Hektar Bioacker
mehr Arten leben als auf einem Hektar konventionellem Acker.
Dieser Vergleich ist allerdings leider nicht geeignet, einen tatsächlichen Vorteil zu belegen.
Vergleichen wir zunächst einmal ganz schnöde statistische Daten, nämlich die Produktivität:
Im Jahre 2001 (aus diesem Jahr stammen alle folgenden Daten) erbrachte im statistischen Mittel eine Biokuh 5.242 kg Milch pro Jahr,
die konventionelle Kollegin produzierte 6.238 kg Milch pro Jahr. Auf Bioweizenfeldern konnten 40 dt/ha eingefahren werden,
während es auf konventionellen Feldern 73 dt/ha waren. Auf Kartoffeläckern sah die Diskrepanz mit 165 dt/ha zu
373 dt/ha noch gravierender aus.
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Was zeigt der Vergleich? Um die selbe Menge Milch zu produzieren, kann ich fünf konventionelle Kühe halten oder aber sechs Biokühe.
Biokühe verursachen also 20% mehr Platzbedarf. Dabei ist der zusätzliche Platzbedarf für den Futtermittelanbau noch nicht einkalkuliert.
Beim Weizenanbau liegt der zusätzliche Platzbedarf schon bei 80%, beim Kartoffelanbau bei 125%.
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