Populäres Vorurteil: Fastfood ist minderwertige Nahrung.

[Fortsetzung von]
Wie steht es nun um die Qualität dieser Erzeugnisse? Sie variiert. So wird ein Hamburger aus hochwertigem Rindfleisch gewonnen, ein Döner aus ebenso
hochwertigem Kalb- und Lammfleisch. Hier wurde einem klassischen Tellergericht der Teller entzogen und durch Brot ersetzt.
Der Rohstoff für Gyros ist nicht ganz so hochwertig: es ist Schweinebauch. Die Currywurst wird - wie jede Wurst - nicht
gerade aus Filetgulasch hergestellt. Aber es ist beispielsweise nicht einsehbar, warum sie ernährungsphysiologisch schlechter abschneiden sollte, als die
mit ihr verwandte Bratwurst, die als deftige Hausmannskost anerkannt ist und sich nicht gleichen Anfeindungen stellen muss.
Auch Kartoffeln sind aus der heimischen Küche nicht wieder wegzudenken, werden sie jedoch gestiftelt in heißem Fett genießbar gemacht, sinken sie plötzlich in ihrem Ansehen.
Wirklich modern ist Fastfood im Übrigen auch nicht. Im alten Rom war es ebenso bekannt, wie im klassischen Griechenland und in Babylon.
Zugegeben gab es dort andere Fastfooderzeugnisse, die aber ebenso in ihren Qualitätsstandards variierten.
Fastfood ist letztlich nicht eine Bedrohung, sondern ein Bestandteil unserer Esskultur. Natürlich ist Fastfood vorallem für diejenigen eine Verlockung,
die wenig Zeit haben. Daher hat folgerichtig die Bedeutung von Fastfood gewonnen. Von Dominanz kann allerdings keine Rede sein und das wird wohl auch so bleiben.
Denn irgendwann hat man einfach keinen Appetit darauf und sehnt sich nach anderen Mahlzeiten.
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