Populäres Vorurteil: Jeder Mensch benötigt drei Liter Flüssigkeit am Tag.

[Fortsetzung von]
Auch wenn unsere Ernährungsmode nur Wassermangel und Natriumüberversorgung kennt, so sind der Natur auch Hyperhydration (Wasserintoxikation) und Hyponaträmie (Natriummangel) nicht unbekannt.
Beides sind zwei Seiten der selben Medaille und können zu lebensbedrohlichen Ödemen in Lunge und Gehirn führen.
Aber auch Nierenschäden, Konzentrationsstörungen, Schwindelanfälle, Lethargie, niedriger Blutdruck, Muskelkrämpfe und Übelkeit können die Folge sein.
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Wer seinen Organismus andauernd mit Flüssigkeit überversorgt, kann paradoxerweise als Symptom auch Durst entwickeln. Wer sich also tagtäglich literweise
vollgießt und dennoch Durst bekommt, dem sollte das zu denken geben. In diesem Fall könnte der Durst nicht einen Wasser- sondern einen Salzmangel signalisieren.
Wer jedoch regelmäßig seinem Durst mit Flüssigem antwortet und nicht viel darüber hinaus trinkt, braucht kein «fehlinformierendes»
Durstgefühl zu fürchten und lebt ohnehin gesünder als der, der sich seinen Wasserbedarf von Ernährungsberatern vorschreiben lässt.
Das Trinken auf Vorrat kann man getrost den Kamelen überlassen.
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