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Konservierungsstoffe:

[Andere Zusatzstoffgruppen]
[E-Nummern-Liste]

Name
E-Nummer
Technologische
Bedeutung
Toxikologische
Bewertung
Silber
E174
Silbergrauer metallischer Pigmentfarbstoff,
Desinfektionsmittel, das gelegentlich zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt wird.
Erheblicher Einfluß auf die Enzymaktivität,
im Tierversuch wurde die Schwächung des Immunsystems nachgewiesen
Sorbinsäure
E200
Konservierungsstoffe, die das Wachstum von Pilzen und Bakterien hemmen. Auch natürlich vorkommende Säure (Vogelbeere), die vom Organismus wie eine Fettsäure verstoffwechselt wird.
Geschmacksbeeinflussung durch Eigengeschmack ist möglich.
Kaliumsorbat
E202
Salze der Sorbinsäure;
Natriumsorbat (E201) steht im Verdacht, das Erbgut zu verändern
(in Deutschland nicht mehr zugelassen)
Calciumsorbat
E203
Benzoesäure
E210
Benzoesäure befindet sich in Spuren in verschiedenen Lebensmitteln. Eine konservierende Dosis (auch ihrer Salze) kann allerdings beim Menschen Allergien auslösen und bei Haustieren (besonders bei Katzen) bereits tödlich wirken.
In Gegenwart von L-Ascorbinsäure kann cancerogenes Benzol gebildet werden.
Natriumbenzoat
E211
Kaliumbenzoat
E212
Calciumbenzoat
E213
Parahydroxi-Benzoesäure-~ester (PHB-Ester)
E214..E219
Häufiger Auslöser von Allergien;
Gefäßerweiternde Wirkung;
Starke krampflösende Wirkung;
Betäubungsmittel (im Veterinärbereich);
PHB-Ethylester
E214
PHB-Ethylester, Natriumsalz
E215
PHB-Propyl-
ester
E216
PHB-Propyl-
ester, Natriumsalz
E217
PHB-Methyl-
ester
E218
PHB-Methyl-
ester, Natriumsalz
E219
Schwefeldioxid
E220
Schwefeldioxid und Sulfite, die Schwefeldioxid freisetzen, werden seit alters zur Konservierung und Schönung eingesetzt. Sulfit zersetzt Thiamin (Vitamin B1).
Bei empfindlichen Menschen kann Sulfit zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Asthmaanfällen führen. Todesfälle durch anaphylaktische Schocks wurden beschrieben.
Natriumsulfit
E221
Natrium-
hydrogen-
sulfit
E222
Natriumdisulfit
E223
Kaliumsulfit
E224
Calciumdisulfit
E226
Calcium-
hydrogen-
sulfit
E227
Kalium-
hydrogen-
sulfit
E228
Biphenyl
E230
Fungizide zur Oberflächenbehandlung von Zitrusfrüchten. Sie stehen im Verdacht, Blasenkrebs zu verursachen (Tierversuch).
Die wasserdampfflüchtigen Stoffe können über schälende Hände ins Fruchtfleisch gelangen und so oder über die Atmungsorgane in den Organismus gelangen.
Ortophenyl-
phenol
E231
Natriumorto-
phenylphenolat
E232
Thiabendazol
INS 233
Fungizid zur Oberflächenbehandlung von Bananen. Es steht im Verdacht, Nierenschäden und Mißbildungen verursachen zu können (Tierversuch).
Nisin
E234
Gruppe von Antbiotika;
Einsatz bei Käse- und Puddingerzeugnissen.
Ein umfangreicher Einsatz von Antibiotika läßt eine alsbaldige Resistenz erwarten.
(Wer in Deutschland diese Antibiotika ohne zugehörige Lebensmittel erstehen möchte, benötigt ein ärztliches Rezept.)
Natamycin
E235
Antibiotikum zur Oberflächenbehandlung von Käse und Rohwurst.
Ameisensäure
E236
Ameisensäure und ihre Salze wurden früher zur Verhinderung von Kahmhefen in Sauerkonserven eingesetzt. Heute sind sie nicht mehr zugelassen (EU). In geringen Konzentrationen sind sie harmlos.
Natriumformiat
E237
Calciumformiat
E238
Hexamethylen-
tetramin
E239
Wachstum von Pilzen und Bakterien (auf Provolone) wird gehemmt. Die Substanz kommt auch als Arzneimittel zur Geltung, ferner bei der Reifen- und Sprengstoffherstellung. Beschwerden im Verdauungs- und Harnwegbereich sind ebenso möglich wie Hautausschlag; möglicherweise cancerogen;
Dimethyl-
dicarbonat
E242
Die in Erfrischungsgetränken gefürchteten Gärhefen werden abgetötet. Dimethyldicarbonat ist sehr instabil und daher nur kurz nach dem Zusatz noch nachweisbar. Bei der Zersetzung entstehen u. a. geringe Mengen Methanol. Zahlreiche Reaktionen mit Getränkeinhaltsstoffen finden statt.
Kaliumnitrit
E249
Nitrite und Nitrate wirken antimikrobiell, leisten eine Beitrag zur Umrötung und zur Farbstabilität von Fleisch- und Wursterzeugnissen und tragen zum charakteristischen Pökelgeschmack bei. Nitrate werden im Organismus zu Nitriten reduziert. Nitrite sind in der Lage, im Lebensmittel oder im Gastrointestinaltrakt Amine zu nitrosieren. Nitrosamine sind cancerogen. Nitrite können zudem bei Säuglingen eine lebensbedrohende Methämoglobinämie verursachen.

Andererseits sind diese Salze als Stickoxidlieferanten auch physiologisch nützlich. Stickoxide werden u. a. zur Steuerung des Nervensystems und der Wundheilung eingesetzt. Außerdem sind diese Konservierungsmittel auch im Gastrointestinaltrakt wirksam bei der Bekämpfung pathogener Mikoorganismen wie z. B. Helicobacter pylori.
Natriumnitrit
E250
Natriumnitrat
E251
Außer bei Fleisch- und Wursterzeugnissen (s. o.), kommen Nitrate auch zur Verhinderung von Fehlgärungen bei Schnitt- und Hartkäsen zum Einsatz.

Nicht als Zusatzstoff, sondern als Düngemittelrückstand findet man Nitrate in Gemüse wieder.
Kaliumnitrat
E252
Essigsäure
E260
Trägerstoff für Aromen.
Außerdem Säuerungsmittel und Konservierungsstoff.
Natürlicher Nahrungsbestandteil, harmlos;
im Zusammenhang mit natürlich gereiftem Essig diskutierte physiologische Vorteile bietet synthetische Essigsäure nicht!
Propionsäure
E280
Konservierungsstoff, insbesondere für Schnittbrot, Brot zum Aufbacken, etc.; In Spuren natürlicher Bestandteil einiger Lebensmittel (z.B. Hartkäse vom Typ Emmental);
Hat sich im Tierversuch als problematisch erwiesen;
Natriumpropionat
E281
Kaliumpropionat
E282
Calciumpropionat
E283
Borsäure
E284
Borsäure und Borax werden zur Konservierung von Kaviar eingesetzt. Borsäure und Borate sind Nervengifte, die sich im Fettgewebe anreichern.
Natriumtetraborat (Borax)
E285
Kohlendioxid
E290
Kohlendioxid findet Verwendung als Packgas, Treibgas und Konservierungsstoff. Das Anhydrid der Kohlensäure ist Bestandteil unserer Atemluft.
Lysozym
E1105
Enzym zur Bekämpfung grampositiver Bakterien, hier: zur Verhinderung von Spätblähungen bei der Käsereifung; Durch den Zusatz von Enzymen können Toxine und/oder lebende pathogene Keime «eingeschleppt» werden;

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Erstellt am 05. August 1999, zuletzt geändert am 20. August 2007 © Jürgen Krüll, Berlin-Schöneberg
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