Listeria:

Charakteristika:
Listeria sind grampositive peritrich begeißelte Stäbchen. Bei 20...25°C sind sie beweglich.
Sie sind aerob. Mit einer Länge von 1,0...3,0µm und einem Durchmesser von rund 0,5µm sind sie relativ klein.
Bei pH-Werten bis 5,0 und Temperaturen bis zu 4°C sind sie in der Lage, sich zu vermehren.
Gegen viele Umwelteinflüsse sind sie resistent. Folglich kommen sie in der Natur häufig vor.
Lebensmittelwirtschaftliche Bedeutung:
Sie sind in der Lebensmittelwirtschaft, insbesondere in der (Rohmilch-)Käserei, aber auch bei der Fleisch- und Gemüseverarbeitung, als Infektionskeime gefürchtet.
Durch Pasteurisation werden die Keime im Allgemeinen abgetötet. Allerdings kann auch während des Reifungsprozesses eine Kontamination über die Käserinde stattfinden.
Folglich können auch Käse aus pasteurisierter Milch befallen werden. Der Hauptinfektionsherd bei Gemüse ist die Fäkaldüngung.
Pathologische Bewertung:
L. monocytogenes ist Verursacher der Listeriose bei Mensch und Tieren. Diese Erkrankung kann in verschieden Formen auftreten: anginös-septisch mit Mononukleose, Meningitis und Enzephalitis,
okulo-glandulär mit Konjunktivitis oder zerviko-glandulär. Bei Infektionen während der Schwangerschaft kann es zu Früh- und Todgeburten kommen.
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